Kulturwandertag-Workshop der Lokalen Agenda 21- „Malalas magischer Stift“

Kulturwandertag-Workshop der Lokalen Agenda 21- „Malalas magischer Stift“

Am Donnerstag, den 06.10.2022, fuhren wir gemeinsam mit unseren Lehrerinnen Frau Müller und Frau Spitz und unserem FSJ-ler Finn Konrath mit dem Stadtbus zur Lokalen Agenda 21 in der Palaststraße. Dort durften wir im Rahmen der Kulturwandertage 2022 an einem Workshop zu dem Thema „Die jüngste Friedensnobelpreisträgerin – Lesung und Workshop mit Bildvortrag „Malalas magischer Stift“ teilnehmen.
Nach einem kurzen Frühstück (unser Bus hatte leider 15 Minuten Verspätung) und einer Ansicht der Weltbevölkerung las uns Frau Mock, die Workshopleiterin, das Buch „Malalas magischer Stift“ mithilfe eines Kamishibais vor: Malala wächst in Pakistan auf und wünscht sich einen magischen Stift, mit dem sie ihre Träume verwirklichen kann. Das Recht, in die Schule zu gehen, wird ihr verwehrt, weil sie ein Mädchen ist. Statt eines magischen Stifts nimmt Malala einen richtigen Stift zur Hand und schreibt auf, was sie bedrückt. Und Menschen von überall her beginnen dies zu lesen.
Malala Yousafzai ist die jüngste Friedensnobelpreisträgerin aller Zeiten. Sie ist eine internationale Ikone für das Recht auf Bildung. In den Bildern ihres Buches erzählt sie die Geschichte ihrer Kindheit in einem kriegsgeplagten Land, in dem die Hoffnung nicht verloren gehen darf.

Nach dem zweiten Vorlesen des Buches sprachen wir über Malala, die in Pakistan lebt, und ihre Geschichte. Das war sehr interessant.
Im Anschluss wurden wir in 4 Gruppen aufgeteilt und beantworteten folgende Fragen zeichnerisch und schriftlich:

  1. Was hat dich an Malala begeistert?
  2. Was kannst du von Malala lernen?
  3. Was würdest du der ganzen Welt sagen wollen?
  4. Was würdest du mit dem magischen Stift zeichnen?

Nach der Erarbeitungsphase präsentierten die einzelnen Gruppen ihre Plakate und es kamen wirklich großartige Ergebnisse dabei heraus. Die Plakate durften wir anschließend sogar mit in die Schule nehmen, um sie in unserem Klassenzimmer aufzuhängen.
Bevor es zur Bushaltestelle bzw. zurück zur Schule ging, genossen wir noch bei schönstem Spätsommerwetter ein Eis auf dem Vorplatz der Porta Nigra.
Es war ein schöner und interessanter Ausflug und wir bedanken uns ganz herzlich bei der Lokalen Agenda 21 und der Stadt Trier für den kostenlosen Workshop.
Frau Müller und die Kinder der Klasse 3b

Stadtführung – „2000 Jahre – 4000 Schritte“

Stadtführung – „2000 Jahre – 4000 Schritte“

Die Klasse 4 hat am Donnerstag, den 6.10. im Rahmen der Kulturwandertage eine sehr interessante Stadtführung mit der netten Stadtführerin Mareile, Frau Heckmann und dem FSJler Tom gemacht. Wir starteten rund um die Porta Nigra und konnten noch mit unserem Wissen aus Klasse 1 „glänzen“, wo wir ja einen Wandertag zum Thema „Geschichte der Porta Nigra“ gemacht hatten. Dann ging es weiter durch den Brunnenhof zu Karl-Marx, dem „berühmtesten Sohn“ unserer Stadt. 
Weiter ging es Richtung Hauptmarkt am „Dreikönigenhaus“ (um 1220 erbaut) vorbei wo wir erfuhren, dass es erstmals das „Haus zum Säulchen“, mit Bezug auf das Säulchen im Giebel, genannt wurde. Den Namen Dreikönigenhaus hat es in der Zeit bekommen, als es ein Gasthaus war. Der Haupteingang im ersten Obergeschoss war früher der einzige Eingang, der nur über eine einziehbare Holztreppe erreicht werden konnte, die nachts nach oben gezogen wurde. Dies diente als Schutz vor Raub und Plünderei. Hier erfuhren wir ebenfalls, dass die Hausnummern, die wir bis heute in Europa kennen und nutzen, von Napoleon erfunden wurden, da er erstmals Kasernen durchnummerierte und sich dies dann auf Wohnhäuser übertrug. 
Auf dem Hauptmarkt angekommen, spielte gerade das Glockenspiel an der Steipe die Melodie vom Mosellied. Danach gingen wir am Marktkreuz vorbei zum Petrusbrunnen, der durch den Schutzpatron von Trier gekrönt wird. Drumherum kann man die vier bürgerlichen Kardinaltugenden sehen, die durch Figuren symbolisiert werden: Gerechtigkeit, Mäßigkeit, Weisheit und Gerechtigkeit.
Auf dem Domfreihof erzählte uns Mareile noch einmal die Legende vom Domstein und anschließend besichtigten wir die Liebfrauenbasilika, wo Frau Heckmann vor laaanger Zeit geheiratet hat. Die zwölf Säulen, die die Kirche tragen, stehen für die zwölf Apostel und symbolisieren gleichzeitig eine zwölfblättrige Rose, die als Symbol Marias, der Mutter Jesu, steht. Danach gingen wir zur Dominformation, wo Mareile uns ein Ausmalbild vom Trierer Dom schenkte und dem Geburtstagskind Ian einen Schutzengel. 
Zum Abschluss ging es noch in die Basilika, die heute eine evangelische Kirche ist. Ursprünglich war sie jedoch eine römische Palastaula für den Kaiser Konstantin und diente durch ihre Größe und ihren damaligen Prunk mit Marmor und Stuck, dem Kaiser als „Einschüchterungsmittel“, wenn Untertanen um eine Audienz beim Kaiser baten. Vorne bei seinem Thron angekommen, waren sie nach dem langen Weg so eingeschüchtert, dass kaum einer sich noch traute den Kaiser um Geld zu bitten. Verlassen durften die Untertanen die Basilika damals nur rückwärts schreitend mit gesenktem Kopf um dem Kaiser ihre Unterwürfigkeit zu demonstrieren. Dies taten wir beim Rausgehen dann auch, was sehr lustig war. 
Vor dem kurfürstlichen Palais gleich um die Ecke, bei dem wir noch erfuhren, dass die Figuren mit echtem Gold verziert wurden, verabschiedeten wir Mareile und verabredeten uns schon für nächstes Jahr, wo wir mit ihr in die Katakomben unter der Basilika und ins Amphitheater gehen möchten. 
Wir haben heute mal wieder gesehen und gespürt in welch schöner und besonderer Stadt wir eigentlich leben und haben uns dafür mit einem Eis belohnt. Schön war´s!
Die Klasse 4 mit Frau Heckmann